Wir sind Fairtrade-Schule!

Über die Kampagne „Fairtrade-Schools“ hat unsere Schulfamilie mit kreativen Ideen das Thema fairer Handel im Schulalltag verankert und ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum an der Schule und im Schulumfeld geschaffen. Hierfür wurden wir nun offiziell als Fairtrade-Schule anerkannt und können mit dem Titel „Fairtrade-School“ unser Engagement nach außen tragen und zeigen, dass unsere Schülerinnen und Schüler aktiv Verantwortung übernehmen.

Bildung des Fairtrade-Teams im „Straubinger Modell“
Fairtrade ist ein Konzept, das darauf abzielt, gerechtere Handelsbedingungen für Produzenten in Entwicklungsländern zu schaffen. Es beinhaltet eine Reihe von Standards, die sicherstellen sollen, dass beispielsweise die Arbeiter fair bezahlt werden, keine Kinderarbeit stattfindet und Umweltstandards eingehalten werden.
Mit diesen Informationen als Grundlage starteten die Schüler der Managementklasse des „Straubinger Modells“ ihre Tätigkeit als Fairtrade-Team und erklärten sich bereit, aktiv Aktionen und Projekte wie einen allgemeinen „Fairtrade-Verkauf“ am 05. Juli 2023 sowie den besonderen Nikolausverkauf am 06. Dezember 2023 in diesem Sinne umzusetzen.

Auszeichnungsfeier als Fairtrade-Schule

Im Rahmen einer Feierstunde erhielt die Schule am 11. April 2024 die Auszeichnung als Fairtrade-Schule. Damit wurde unser Engagement für fairen Handel und eine bessere Welt seit vergangenem Jahr gewürdigt. Den Anstoß für die Bewerbung zur Fairtrade-Schule hatten Schulleiterin Hermine Eckl und stellvertretende Schulleiterin Ute Hentschirsch-Gall gemeinsam gegeben, ebenso wie die ständig notwendigen Ermutigungen, an der Sache dran zu bleiben.

2023 wurde mit einem Fairtrade-Konzept gestartet. Das Fairtrade-Team, welches Treffen und Aktionen organisiert, wird aus Schülern des „Straubinger Modells“ gebildet. Unterstützt wird dieses Team von Schulsozialpädagogin Lisa Trum, die sich federführend um die Umsetzung der Aktionen kümmert.

Als regelmäßige Fairtrade-Aktionen stellte Ute Hentschirsch-Gall im Rahmen der Auszeichnungsfeier den allgemeinen Warenverkauf und den Nikolaus-Verkauf vor. Fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Kekse, Schokolade und Süßigkeiten werden am extra aufgestellten Verkaufswagen angeboten. Regelmäßig wird zudem ein Fairtrade-Frühstück für die Schüler in der Berufsvorbereitung und für die Schüler in den Berufsintegrationsklassen veranstaltet. Im Schulalltag gibt es im Pausenverkauf faire Snacks, im Lehrerzimmer und Büro fairen Kaffee sowie faire Geschenke für Referenten und Gäste. „Auch sonst versuchen wir, wo möglich, faire und regionale Produkte einzusetzen“, sagte die Vertreterin der Schulleitung.
Im Unterricht wird in Religion und Ethik das Thema fairer Handel in allen Jahrgangsstufen in einer Unterrichtseinheit über einige Stunden thematisiert. Hier hat man beispielsweise auch die Rolle der Frauen in Zusammenhang mit fairem Handel besprochen.

Bürgermeister Werner Schäfer gratulierte in einem Grußwort den Schülern für ihr Engagement. Straubing sei seit 2013 Fairtrade-Stadt. Dass nun die fünfte Straubinger Schule auf diesem Gebiet Verantwortung übernehme, freue ihn sehr.

Souverän moderierten Schüler des Fairtrade-Teams eine Fragerunde mit den Ehrengästen und entlockten beachtenswerte Antworten. Herr Anton Zeller als Vertreter der Fairtrade-Steuerungsgruppe Straubing versprach dabei den Schülern auch weiterhin die Unterstützung der Steuerungsgruppe und wünschte sich eine gute Zusammenarbeit. Der Fachbetreuer Religionslehre und Ethik Armin Fliegerbauer wies auf die Vielfältigkeit der Thematik hin und gab zu bedenken, dass im Unterricht unterschiedlichste Gesichtspunkte hinterfragt werden müssten. Verbindungslehrer Manuel Schönberger und Schülersprecherin Verena Sieber hatten gleich noch Vorschläge wie Plakataktionen parat, um Fairtrade noch stärker in den Schulalltag einzubeziehen und alle Schüler nachhaltig auf das Thema hinzuweisen.

Frau Elisabeth Krojer, Referentin für Fairtrade Deutschland, übernahm schließlich die Auszeichnung und überreichte die Fairtrade-School-Urkunde. Sie hob in ihrer Rede die Bedeutung des fairen Handels hervor, der den Produzentenfamilien im globalen Süden bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ermögliche.