Externe Experten im Unterricht busch+müller und SQlab halten Workshop an der BS I

Veröffentlicht in Fahrzeugtechnik Aktuelles

Der rasante technische Fortschritt und die stetig kürzeren Entwicklungszyklen für neue Produkte erschweren es besonders Lehrkräften beruflicher Schulen selbst in ihrem Fachgebiet Unterrichtsinhalte immer auf dem neuesten Stand der Technik zu vermitteln. Fortbildungen, Betriebspraktika, Firmenbesichtigungen und Messebesuche sind nur einige Instrumente, um über aktuelle technische Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben. Die Einbeziehung von externen Experten in den Unterricht bietet hier nicht nur für Lehrkräfte sondern auch für Auszubildende viele Vorteile. Für Schüler besitzt der externe Experte eine hohe Glaubwürdigkeit, er liefert Informationen über aktuelle Entwicklungen aus erster und kompetenter Hand, das mitgebrachte Material macht den Unterricht anschaulich und die Abwechslung vom „Unterrichtsalltag“ erhöht die Lernmotivation. Für die angehenden Zweiradmechatroniker im Fachbereich Fahrradtechnik konnte Fachbetreuer Martin Hillmeier mit Thomas Schmidt von der Firma Busch&Müller und Andre Künne von SQlab zwei ausgewiesene Fachleute gewinnen. Da beide schon seit vielen Jahren Herstellerschulungen für den Fachhandel durchführen, verfügen sie auch über gute didaktisch-methodische Fähigkeiten und sind im Umgang mit Jugendlichen geschult. Die Auszubildenden folgten ihren lehrplanbezogenen Fachvorträgen mit großer Begeisterung.

Licht und Sicht fürs (Elektro-) Fahrrad

Thomas Schmidt – beinahe schon ein Urgestein bei busch+müller – präsentierte die Ausstattung moderner Fahrräder mit High-End-Lichttechnologie: Tagfahrlicht, Sensorautomatik, Nahfeldausleuchtung, Bremslichtfunktion, Seitenabstrahlung, Standlicht, Großflächenlichtfelder sind Begriffe und Techniken, die die moderne Fahrradlichttechnik prägen und das in Verbindung mit modernster Lithium-Ionen-Akkutechnologie. Die neu überarbeitete Fassung der lichttechnischen Vorschriften (§ 67 StVZO) für Fahrräder und E-Bikes erlaubt mittlerweile zwei Scheinwerfer = Abblendlicht und Fernlicht. Der Boom bei Elektrofahrrädern – Scheinwerfer und Rücklicht werden direkt vom Antriebs-Akku mit Strom versorgt – bewirkte ebenfalls die Entwicklung vieler neuer lichttechnischer Produkte. Neben den technischen Informationen sensibilisierte der Referent die Azubis auch für die rechtlichen Aspekte des Komponententauschs bei schnellen S-Pedelecs und machte ihnen bewusst, dass eine gute Beleuchtung bei der hohen Verkehrsdichte besonders in Städten besser als jede Lebensversicherung ist. Als Krönung des Workshops durfte sich jeder Schüler selbst einen LED-Scheinwerfer aus Einzelteilen zusammenbauen und mit nach Hause nehmen.