Auszeichnung mit dem Berufswahl-SIEGEL

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Ausgezeichnete Berufsorientierung

 

 

Berufswahlsiegel

Die Berufswahl beeinflusst Lebenschancen und Lebensgefühl. Darum ist es für Jugendliche so wichtig, einen Beruf zu finden, der wirklich zu ihnen passt. Als eine von 21 niederbayerischen Schulen, die ihren Schülerinnen und Schülern in Sachen Berufsorientierung besonders viel bieten, haben wir für das „Straubinger Modell“ in einer Online-Veranstaltung am 3.Dezember 2020 wieder eine Auszeichnung der Initiative Berufswahl-SIEGEL bekommen.

Berufswahlsiegel

„An allen ausgezeichneten Schulen gibt es herausragende Projekte und Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung“, erläuterte Stefanie Hilligweg, Leiterin Berufswahl-SIEGEL im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V., dem Träger der Initiative in Bayern. „Damit eröffnen die Schulen den Jugendlichen Perspektiven für ihre Zukunft und helfen ihnen, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden.“

„Impulse für die Zukunft und wertvolle Kontakte“
„Typisch für die ausgezeichneten Schulen ist, dass sie eng mit Unternehmen vor Ort zusammenarbeiten, um den Unterricht um Praxiserfahrungen für die Jugendlichen zu ergänzen“, erklärten die  39 Juroren aus Schule, Wirtschaft und Beratungsorganisationen in Niederbayern. „So lernen die Jugendlichen die unterschiedlichsten Berufe kennen und entdecken ihre eigenen Talente. Sie probieren sich aus, erhalten Impulse für ihre berufliche Zukunft und knüpfen wertvolle Kontakte.“

An der Joseph-von Fraunhofer-Schule gibt es seit nunmehr 12 Jahren das „Straubinger Modell“. „Wir bieten den Jugendlichen, die im ersten Anlauf den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule nicht geschafft und auch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, eine zweite Chance. Dabei arbeiten wir eng mit dem Staatlichen Schulamt, der Mittelschule Ittling und der AWO Straubing als Kooperationspartner für die Praktikumsbegleitung und sozialpädagogische Betreuung zusammen“, berichtet Schulleiterin Hermine Eckl. „Dieses Angebot wird von unseren Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen. Den Jugendlichen ist klar, wie wichtig das Thema Berufsorientierung für ihre persönliche Zukunft ist. Außerdem bieten erlebnispädagogische Projekte eine spannende Abwechslung zum Unterrichtsalltag und individuelle Erfahrungen sowie Feedback für die eigenen Kompetenzen.“

Berufswahlsiegel

Das Siegel bietet mehr als nur eine Auszeichnung für bestehende Angebote rund um die Berufsorientierung an Schulen. Die Jury gibt den Schulen auch ein qualifiziertes Feedback und spricht Empfehlungen aus, wie sie in Zukunft ihren Schülerinnen und Schülern noch besser bei der Berufswahl helfen können. Mit der Aufnahme in die Reihe der ausgezeichneten Schulen bekommen die Lehrkräfte darüber hinaus Zugang zu einem Netzwerk engagierter Kollegen in allen Bundesländern und zu verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Seit 2016 wurden 58 niederbayerische Schulen mit dem Siegel ausgezeichnet. Nach drei Jahren können sie sich um eine Rezertifizierung bewerben. 2020 haben fünf Schulen ihr erstes Siegel und 16 eine Rezertifizierung erhalten.

„Das Berufswahl-SIEGEL will die Qualität der Berufsorientierung an den Schulen langfristig sichern und immer weiter steigern“, sagte Berufswahl-SIEGEL-Leiterin Hilligweg. „Wir sind 2016 in Niederbayern gestartet, dann kam 2017 Schwaben dazu und für 2021 können sich auch Schulen in Unterfranken bewerben. Am Ende wollen wir Schulen in allen bayerischen Regierungsbezirken tatkräftig dabei unterstützen, ihren Schülerinnen und Schülern eine ausgezeichnete Berufsorientierung zu bieten.“

Abschluss 2020

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Spitzenleistungen in schwierigen Zeiten

Zeugnisverleihung für die Schüler des „Straubinger Modells“ – Bleona Ramadani Jahrgangsbeste

Abschlussschüler

 

Die Abschlussfeier im gewohnten Rahmen mit Ehrengästen und Ansprachen durfte heuer leider nicht stattfinden – obwohl das ein würdiger Rahmen für die Entlassung der 28 Absolventen des „Straubinger Modells“ an der Joseph-von-Fraunhofer-Schule, Staatliche Berufsschule I, gewesen wäre. Nach einem Schuljahr, das Schüler wie auch Lehrer vor ganz neue Herausforderungen stellte, konnten 22 Jugendliche das begehrte Zeugnis des Qualifizierenden Mittelschulabschlusses in Empfang nehmen. Die Jahrgangsbeste war Bleona Ramadani mit einem Traum-Notenschnitt von 1,2. Patrycia Kubiak schloss als Zweitbeste mit 1,6 ab.

Das „Straubinger Modell“ ist eine schulische Vollzeitmaßnahme zur Erfüllung der Berufsschulpflicht für Jugendliche, die nach der neunten Klasse keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Die beiden Ziele des Schuljahres sind die Verbesserung des Schulabschlusses sowie das Finden einer geeigneten Ausbildungsstelle mittels Praktika. Dieses Unterrichtsmodell ist eine Kooperation der Berufsschule I und der Mittelschule Straubing-Ittling mit der AWO als Maßnahmenträger.

In diesem Schuljahr war von den Schülern während der coronabedingten Schulschließungen lange Zeit viel Eigenständigkeit und Selbstdisziplin in der Prüfungsvorbereitung abverlangt worden. Der Großteil der Schüler meisterte diese schwierige Zeit hervorragend und bereitete sich selbstständig im Homeschooling auf die Anforderungen des Qualifizierenden Mittelschulabschlusses vor.

Der erste Schritt in eine erfolgreiche Zukunft ist also getan. Nach den verdienten Sommerferien warten Ausbildungsstellen oder weiterführende Schulen auf fast alle Jugendlichen des „Straubinger Modells“.


 

"Game of Thrones"

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Kreativer Ausflug in die Frisurenwelt von „Game of Thrones“

Games of Thrones 2

Flechten ist eine hohe Kunst. Nicht nur feinmotorisches Geschick, Fingerfertigkeit und Koordinationsvermögen sind hier gefragt, die echte Herausforderung ist die Frage, was man mit dem Ende des Zopfes anstellt.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Berufsorientierungsklasse im „Straubinger Modell“ sich tapfer durch einen mehrstündigen Flechtparcours trainiert hatten, standen sie vor der Herausforderung, das Geübte zu einer selbst erdachten, kreativen Frisur zu kombinieren. Der Schritt vom Nachahmen zum freien Gestalten ist schwer, aber schon bald sprudeln die Ideen. Es wird geflochten und gelockt, probiert und verworfen, neu kombiniert und stabil fixiert bis ein ganzes Heer von Übungsköpfen in außergewöhnlichen Frisurenlooks erstrahlt.

Die Schüler wählen am Ende ihre drei Favoriten, die „Schönheiten aus Westeros“.

 

 

Abschlussfeier Sommer 2019

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Engagement für andere zeigen!

Joa-Abschluss 19


„Nicht nur nehmen, sondern auch geben“ und „Auf dem nun gebauten Fundament weiterbauen“. Mit diesen beiden zentralen Aufforderungen begrüßten und beglückwünschten die Schulleiter der Joseph-von-Fraunhofer-Schule und der Mittelschule Ittling, Johann Dilger und Thorsten Fuchs, die Absolventen des „Straubinger Modells“ bei ihrer Abschlussfeier.
Schulleiter Johann Dilger freute sich, zumal Gründungsvater des „Straubinger Modells“, zu seinem in Kürze beginnenden Ruhestand noch einmal Schüler der beiden Berufsvorbereitungsklassen verabschieden zu können. Er bedankte sich bei allen, die am Erfolg der Schüler beteiligt waren. Besonderen Dank sprach er an das Team aus Berufsschul- und Mittelschullehrern sowie Sozialpädagogin aus. Gerade die Sozialpädagogin sei die Kümmerin, das Bindeglied zwischen Lehrer und Schüler, die sich der Sorgen und Nöten der Jugendlichen aufopferungsvoll widmet. Die Jugendlichen forderte er auf, nun der Gesellschaft etwas zurückzugeben und sich in der Ausbildung, im Beruf und auch im politischen und ehrenamtlichen Bereich zu engagieren.
Rektor Thorsten Fuchs, selbst fünf Jahre Lehrer im Straubinger Modell offenbarte seine Freude und seinen Respekt darüber, dass auch dieses Jahr so viele Schüler wieder das Fundament ihrer Zukunft gebaut hatte. Als Hauptgrund für diesen kontinuierlichen Erfolg über die mittlerweile elf Jahre andauernde Erfolgsgeschichte des „Straubinger Modells“ sieht er die Tatsache, dass das stets gleiche Lehrerteam in und mit den Klassen arbeitet.
Aber auch die Schüler wollten ein paar Worte an die Festgemeinschaft richten. Jan Gütlhuber und Mathilda Menkshi berichteten von der „geilen Zeit“, die sie hier erleben durften und dass das Lehrerteam stets zur Seite stand, wenn es ihnen einmal schlecht erging. Rührende Worte, die nicht ungehört im Raum verschallten.
Von 34 Prüfungsteilnehmern haben 26 Schüler den qualifizierenden Mittelschulabschluss erreicht. Höchstes Lob fanden die Lehrkräfte bei der Zeugnisverleihung auch für die Schüler aus der Berufsintegrationsklasse BIK11 an der Marianne-Rosenbaum-Schule. Sie hatten als externe Teilnehmer an den Prüfungen zum Quali teilgenommen und stellten mit Sarkis Nasoyan sogar den Prüfungsbesten. Außer ihm wurden auch Mohammed Aljasem und Vanessa Barth aus dem „Straubinger Modell“ für ihre sehr guten Noten besonders geehrt.

Das Bild zeigt die Schüler des Straubinger Modells mit den drei Prüfungsbesten  Sarkis Nasoyan, Vanessa Barth und Mohammed Aljasem zusammen mit den Vertretern der Schulleitungen, Lehrkräften und Sozialpädagoginnen.

10 Jahre Straubinger Modell

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„Jeder Turm fängt unten an!“

Zehnjähriges Jubiläum des „Straubinger Modells“ und
Abschlussfeier für Jahrgang 2017/18

Im Rahmen der Abschlussfeier des „Straubinger Modells“ an der Joseph-von-Fraunhofer-Schule, Staatliche Berufsschule I, konnten sich 25 von 27 angetretenen Schülern über den bestandenen Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule freuen. Darüber hinaus haben 80 Prozent der jungen Schulabgänger jetzt einen Ausbildungsplatz in der Tasche. Das „Straubinger Modell“ ist eine seit mittlerweile zehn Jahren bestehende berufsvorbereitende Maßnahme für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und Schulabschluss. In Kooperation mit der Mittelschule Ittling und der AWO Soziale Dienste Straubing als Maßnahmenträger für die sozialpädagogische Betreuung werden zwei Klassen mit dem Ziel beschult, im zweiten Anlauf einen Schulabschluss sowie einen Ausbildungsplatz zu erlangen.

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Die Prüfungsbesten Lena Harant (Mitte), Youssof Al Asfar (links) und Eduard Konradt (rechts) zusammen mit Oberstudiendirektor Johann Dilger, Schulamtsdirektor a.D. Ulrich Pannermayr, Abteilungsleiter Berufliche Hilfen der AWO Siegfried Werner, Klassenleiter Jürgen Langhans, Lehrer Alexander Schumann, Konrektorin Dana-Maria Spannfellner, Studiendirektorin Ute Hentschirsch-Gall, Rektor Thorsten Fuchs und Schulrat Stephan Grotz.

 

Studiendirektorin Ute Hentschirsch-Gall begrüßte Schüler, Eltern und Ehrengäste zur Abschluss- und Jubiläumsfeier und freute sich, dass man gemeinsam auf ein sehr erfolgreiches Schuljahr zurückblicken kann. In einem Bilderrückblick ließ sie die wichtigsten Stationen des „Straubinger Modells“ der vergangenen zehn Jahre Revue passieren: So erhielt die Maßnahme unter anderem 2012 die Auszeichnung „Bildungsidee für Deutschland“ und 2017 das „Berufswahlsiegel“ des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft.

„Es ist keine Schande, in die Verlängerung zu gehen!“

Oberstudiendirektor Johann Dilger als Schulleiter der Berufsschule I machte den Schülern in seiner Rede Mut für die Zukunft und zog Vergleiche mit dem Fußballspiel England-Kroatien: „Es ist keine Schande, im Rückstand zu liegen. Es ist auch keine Schande, in die Verlängerung zu gehen. Wichtig ist, im Schul- und Berufsleben genauso wie im Sport, nicht aufzugeben und bis zum Schluss zu kämpfen. Jetzt steht ihr im Finale!“ Dilger blickte außerdem auf die Anfänge des „Straubinger Modells“ zurück, das als Kooperation der Berufsschule I mit dem Staatlichen Schulamt vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Zusammen mit den ehemaligen Schulamtsdirektoren Johannes Müller und Ulrich Pannermayr sowie dem Geschäftsführer der AWO, Klaus Hoffmann, schuf man die Grundstrukturen dieses Erfolgsmodells, das mittlerweile an 17 bayerischen Schulen Nachahmer fand. Johann Dilger war sichtlich stolz auf die Erfolge der mehr als 300 Schüler, die seit Beginn des „Straubinger Modells“ diese Maßnahme durchlaufen haben.

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